Dies academicus 2013 der Universität Basel: Acht Ehrendoktorate verliehen





013 der Universität Basel: Acht Ehrendoktorate verliehen

Die Ehrenpromotion der Juristischen Fakultät ging an Prof. Walter Kälin von der Universität Bern. Er hat sein wissenschaftliches Leben den Grund- und Menschenrechten insbesondere von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen gewidmet und damit das öffentliche Verfahrensrecht in der Schweiz auf neue dogmatische Grundlagen gestellt. So bringt Kälin Wissenschaft und Praxis im Bereich der Menschenrechte in einen engen Bezug zueinander und trägt in zentralen Organen der UNO zur Verwirklichung der Menschenrechte für die Schutzbedürftigen bei.

Die Medizinische Fakultät verlieh ihren Ehrendoktor an den Basler Galeristen Daniel Blaise Thorens, der sich für die Entstigmatisierung von Stresserkrankungen und Depressionen einsetzt und dabei insbesondere die Erwachsenen- sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel nachhaltig unterstützt. Er fördert zahlreiche medizinische Stiftungen und Gesundheitsinstitutionen mit dem Erlös aus seinen Auktionen, mit persönlichen Spenden und mit Öffentlichkeitsarbeit sich engagiert sich für existenzielle Randgruppen sowie für kranke und notleidende Künstler.

Zwei Fakultäten mit zwei Auszeichnungen
Die Philosophisch-Historische Fakultät vergab dieses Jahr zwei Ehrendoktortitel. Der eine ging an den Baselbieter Dr. Beat Rudolf Jenny, der die Herausgabe der Amerbach-Korrespondenz seit über 50 Jahren betreut und als editorisch einzigartige und herausragende Leistung zum Abschluss gebracht hat. Das zweite Ehrendoktorat erhielt der Musiker und Musikwissenschaftler Jordi Savall für seine Pionierarbeit im Bereich der Alten Musik: Er versteht es, eine Brücke zwischen der Erschliessung unbekannter Musikliteratur und historischer Aufführungspraxis zu schlagen; seine transkulturellen Projekte sind zudem weit über die Musik hinaus für die Historiografie der Mittelmeerkulturen von hohem Wert.

Ebenfalls zwei Ehrendoktorate verlieh die Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät. Ausgezeichnet wurde zum einen Heinz H. Büscher, der sich neben und nach seiner Tätigkeit als Biologielaborant beim Basler Pharmakonzern Novartis seit über 30 Jahren intensiv mit den Buntbarschen des afrikanischen Tanganjikasees beschäftigt, deren Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen dokumentiert und wissenschaftlich beschreibt und dabei mehr als 15 neue Arten entdeckt hat. Das zweite Ehrendoktorat ging an den Briten George Henry Willcox in Anerkennung seiner archäobotanischen Forschungsarbeiten in West-und Zentralasien sowie im Mittleren Osten zum Thema der Kultivierung und Domestikation des Wildgetreides.

Ebenfalls an einen Briten ging das Ehrendoktorat der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät: Prof. Andrew Oswald erhielt die Auszeichnung in Anerkennung seiner vorzüglichen Forschung zur Funktionsweise von Arbeitsmärkten, zum Unternehmertum und zu den Bestimmungsgründen menschlichen Wohlbefindens. Die Fakultät für Psychologie verlieh den Titel an die US-amerikanische Professorin Susan T. Fiske von der Princeton University für ihre Forschung über soziale Kognition sowie über Stereotypen, Vorurteile und Diskriminierung.

Posthume Würdigung
Die Theologische Fakultät der Universität Basel hat an ihrer Sitzung vom 27. Mai 2013 beschlossen, den Doktortitel ehrenhalber Marianne Stauffacher, der ehemaligen Leiterin des Theologischen Verlags Zürich, zu verleihen. Die Geehrte war nach dem Beschluss der Fakultät Ende September 2013 überraschend verstorben. Die Fakultät verzichtete deshalb auf die Verleihung des Ehrendoktorats, würdigte jedoch Marianne Stauffacher für das Konzept und die Realisierung der Edition des Basler Kirchenhistorikers und Neutestamentlers Franz Overbeck sowie für ihre Verdienste als Verlagsleiterin für die wissenschaftliche Theologie und die Religionswissenschaft, so auch für die Edition der neuen Zürcher Bibelübersetzung.

Rede am Dies Academicus und Nachwuchspreise
An der vom Orchester und dem Chor der Schola Cantorum Basiliensis unter Leitung von Leila Schayegh musikalisch gestalteten Festakt in der Martinskirche hielt Prof. Dr. Susan Gasser, Direktorin des Friedrich-Mischer-Instituts und Professorin für Molekularbiologie an der Universität Basel, die Dies-Rede in englischer Sprache mit dem Titel «The Future of Medicine». Eingeleitet wurde die Rede von einem Vorwort des Rektors, Prof. Dr. Antonio Loprieno, zum Thema «Leitbilder und Strategien». Im Anschluss an den Festakt stand am Mittag das traditionelle Bankett im Stadtcasino auf dem Programm, zu dem jeweils der Rektor der Universität und der Meister der Akademischen Zunft einladen.

Überreicht wurden am Dies academicus eine Reihe weiterer Auszeichnungen vor allem an jüngere Forschende: der Amerbach-Preis der Fakultät für Psychologie an Dr. Benjamin Scheibehenne, der Preis der Theologischen Fakultät an Dr. theol. Lucius Kratzert, der Preis der Juristischen Fakultät an Dr. iur. Daniel Schaffner und jener der Medizinischen Fakultät an Dr. med. Dr. phil. Michael Thomas Dill. Der Preis für Geisteswissenschaften der Philosophisch-Historischen Fakultät ging an Dr. phil. Rita Kesselring, während Dr. phil. Flavio Donato und Dr. phil. Jelena Klinovaja den Preis der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät erhielten. Der Preis der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ging an Dr. Daniela Bianca Schäfer und der Steven-Karger-Preis der Fakultät für Psychologie an Dr. phil. Joe Kossowsky sowie an Dr. phil. Julia Friederike Sowislo.

Den Sportpreis verlieh die Universität Basel an ihren langjährigen Leiter des Universitätssports, Marco Obrist. Der Credit Suisse Award For Best Teaching ging an die Anglistin Prof. Ina Habermann von der Philosophisch-Historischen Fakultät. Den Emilie-Louise-Frey-Preis zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses erhielt Dr. Mirjam Jenny, den Irma-Tschudi-Steiner-Preis Dr. phil. des. Daniela Abgottspon und den Nachwuchsförderpreis der studentischen Verbindung «Schwizerhüsli» Anne-Valerie Burgener.

Weitere Auskünfte
Dr. Beat Münch, Adjunkt des Rektors der Universität Basel, Tel. +41 61 267 30 32, Mobil: +41 79 322 47 54, E-Mail: beat.muench@unibas.ch

Universität Basel
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4003 Basel
Schweiz

Telefon: +41 (0)61 267 34 79

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veröffentlicht von am 29. Nov 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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