Die letzte Reise der „Landshut“ – Eine Flugzeuglegende kommt ins Museum: Dokumentation am Samstag, 14. Oktober, 16:30 Uhr im Ersten (FOTO)





Seit 2008 stand sie ausgemustert am Rande des brasilianischen
Flughafens Fortaleza. Jetzt soll die Boeing 737, die unter dem Namen
„Landshut“ und als Verkehrsmaschine der Lufthansa eine zentrale Rolle
bei den Ereignissen des Deutschen Herbstes 1977 spielte, im
Dornier-Museum in Friedrichshafen als Symbol gegen den Terror
ausgestellt werden. Die Dokumentation „Die letzte Reise der
–Landshut– – Eine Flugzeuglegende kommt ins Museum“ hat die
Rückführung nach Deutschland begleitet und erzählt am Samstag, 14.
Oktober, 16:30 Uhr im Ersten auch die dramatischen Ereignisse der
Entführung sowie der Befreiung.

Mitte August 2017 starteten Spezialisten der Lufthansa-Technik zu
einer besonderen Mission. Ihr Auftrag: eine schrottreife
Passagiermaschine des Typs Boeing 737 im brasilianischen Fortaleza
zerlegen und an Bord einer großen Frachtmaschine zurück nach
Deutschland bringen. Denn die Maschine ist nicht irgendein
Flugzeugwrack – sie ist ein Stück deutscher Zeitgeschichte. Im
sogenannten „Deutschen Herbst“ 1977 war sie von palästinensischen
Terroristen entführt und in der somalischen Hauptstadt Mogadischu
schließlich von der deutschen Eliteeinheit GSG 9 in einer
spektakulären Aktion befreit worden.

Aufwändige Rückholung

Der Rückholungsaktion waren lange Verhandlungen vorausgegangen.
Über Wochen hatte das Auswärtige Amt mit den brasilianischen Eignern
verhandelt, in deren Diensten die Maschine zuletzt stand. Schnell
hatten die Vorbesitzer begriffen, wie viel ein Haufen Flugzeugschrott
wert sein kann: 20.000 Euro bezahlte die Bundesregierung schließlich
für die legendäre „Landshut“, die zum 40. Jahresstag als
Erinnerungsort gegen den Terror im Friedrichshafener Dornier-Museum
ausgestellt werden soll.

Für Jürgen Vietor, Pilot der Lufthansa und seit ein paar Jahren im
Ruhestand, geht damit ein Traum in Erfüllung. Er war Copilot der
entführten Maschine und hatte mit den anderen 90 Menschen an Bord
fünf Tage lang unter unsäglichen Bedingungen um sein Leben gebangt.
Nach der Befreiung hatte er die Maschine immer im Auge behalten. So
wie auch Gabriele von Lutzau. Die ehemalige Stewardess ist als „Engel
von Mogadischu“ bekannt geworden. Im März 2017 war sie nach Fortaleza
geflogen, um sich die „Landshut“ anzuschauen und fand es beschämend,
in welchem Zustand das Flugzeug ist. Auch sie hatte das Ziel, die
Landshut nach Deutschland zu holen, als Mahnmal gegen den Terror.

Zum Jahrestag der Entführung im Oktober 2017 soll nun das Flugzeug
der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der Film von Martina Treuter
begleitet die letzte Reise der „Landshut“ zurück nach Deutschland und
erzählt auch deren dramatische Entführungsgeschichte noch einmal.

Entführung, Befreiung und Rückholung der „Landshut“ Die
Deutschland-Reportage: „Die letzte Reise der –Landshut– – Eine
Flugzeug-Legende kommt ins Museum“ am Samstag, 14. Oktober, 16:30 Uhr
im Ersten (30 Min.). Am Mittwoch, 18. Oktober, ab 21 Uhr wird eine
45-Minuten-Fassung des Films unter dem Titel „betrifft: Die Rückkehr
der –Landshut–“ im Rahmen eines Themenabends im SWR Fernsehen
ausgestrahlt. Zuvor, ab 20:15 Uhr, ist die Dokumentation „Die Geiseln
von Mogadischu – Das Leben nach der –Landshut—Entführung“ zu sehen.

Fotos auf ARD-Foto.de

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755,
sibylle.schreckenberger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Das Erste, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 9. Okt 2017. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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