„Der Wortbruch ist eine Legende“ – phoenix-Filmautor Ignaz Lozoüber das Treffen von Gorbatschow und Kohl im Kaukasus vor 25 Jahren





Im Juli vor 25 Jahren wurde im Kaukasus Geschichte
geschrieben. In einer sowjetischen Staatsdatscha ebneten Staats- und
Parteichef Michail Gorbatschow und Bundeskanzler Helmut Kohl den Weg
für das Ende der deutschen Teilung. Die Unterzeichnung des
Zwei-plus-Vier-Vertrages folgte zwei Monate später in Moskau. Ignaz
Lozo drehte an den historischen Orten, sprach mit den Beteiligten und
zeigt bislang unveröffentlichte Privataufnahmen: Sein Film „Poker um
die deutsche Einheit – Wurde Russland in der NATO-Frage getäuscht?“
ist als Erstausstrahlung am Dienstag, 14. Juli 2015, 21.00 Uhr, bei
phoenix zu sehen. Der Film entstand als Koproduktion von phoenix und
ZDFinfo.

Herr Lozo, als erster westlicher Fernsehjournalist durften Sie in
der sogenannten Gorbatschow-Datscha drehen und dort sogar
übernachten. Wie haben Sie in Helmut Kohls Bett geschlafen?

Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass ich auswärts noch nie so
gut geschlafen habe. Das Zimmer war sehr schön, das Bett bequem.
Durch das offene Fenster hörte ich das leise Rauschen des Flusses.
Über die schöne Atmosphäre schreibt auch Kohl in seinen Memoiren und
schildert, wie angespannt er am Vorabend der Verhandlungen war.

Gorbatschow und Kohl erzielten dort den Durchbruch bei den
Verhandlungen zur deutschen Einheit. Nach der Krim-Annexion gibt es
die brisante Streitfrage, ob Russland in der Frage der
NATO-Osterweiterung vom Westen getäuscht wurde. Was sagen Ihre
Interviewpartner wie Gorbatschow dazu?

Der Wortbruch ist eine Legende. Selbst die sowjetische Seite sagt,
dass der Zwei-Plus-Vier-Vertrag erfüllt worden ist. Die
NATO-Osterweiterung war in den Verhandlungen damals gar kein Thema.
Den Warschauer Pakt gab es damals noch. Für Gorbatschow wäre es
absurd gewesen, über eine Auflösung zur sprechen. In den
Verhandlungen ging es einzig und allein um die Bündniszugehörigkeit
eines wiedervereinigten Deutschland. Das bestätigen alle
Gesprächspartner und das belegt auch der Zwei-Plus-Vier-Vertrag.

Ausführliches Pressematerial und das komplette Interview gibt es
in der phoenix-Presselounge. Den Trailer finden Sie auch auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=-1JSd2bDbpE.

Pressekontakt:
phoenix-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 192
Fax: 0228 / 9584 198
presse@phoenix.de
presse.phoenix.de

veröffentlicht von am 12. Jul 2015. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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