Der rbb schlägt ein neues Kapitel im „Polizeiruf 110“ auf und arbeitet mit dem Polnischen Fernsehen zusammen Drehstart für den Krimi „Bis aufs Blut“





Im Oderland nahe Frankfurt (Oder) beginnen derzeit
die Dreharbeiten für den neuen „Polizeiruf 110: Bis aufs Blut“. Es
ist ein besonderes Projekt: Zum ersten Mal arbeitet der Rundfunk
Berlin-Brandenburg (rbb) für einen „Polizeiruf 110“ mit Telewizja
Polska (TVP) zusammen und beleuchtet eine Region, die im deutschen
Fernsehen bislang selten vorkommt.

Die Produktion der DOKfilm Fernsehproduktion GmbH entsteht im
Auftrag des rbb für Das Erste. Gedreht wird bis zum 12. August u. a.
in Frankfurt (Oder), Slubice, Swiecko und Potsdam. Regie führt Jakob
Ziemnicki, ein Deutscher, der aus Polen stammt und dort aufwuchs. Das
Drehbuch schrieben Uwe Wilhelm und Claudia Boysen.

rbb-Intendantin Dagmar Reim:

„Unser neues –Polizeiruf—Team geht im Wortsinne über Grenzen – in
einer gemeinsamen deutsch-polnischen Ermittlergruppe. Maria Simon
trifft als Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski auf ihren neuen
Kollegen Adam Raczek, verkörpert von Lucas Gregorowicz. Mit ihren
Ermittlungen dies- und jenseits der Oder schlägt der rbb ein neues
Kapitel auf in der langen Geschichte des –Polizeiruf–. Unsere
Kolleginnen und Kollegen von Telewizja Polska unterstützen uns bei
den nun beginnenden Dreharbeiten mit Rat und Tat, darüber freuen wir
uns besonders.“ Dr. Juliusz Braun, Präsident von Telewizja Polska:

„Ich freue mich, dass wir mit einem so renommierten Sender wie dem
Rundfunk Berlin-Brandenburg zusammenarbeiten. Wir haben die Chance,
Erfahrungen auszutauschen und über andere Projekte ins Gespräch zu
kommen. Die Serie –Polizeiruf 110– hat inzwischen eine über
40-jährige Tradition. Polnische Zuschauer können sich vielleicht noch
an Folgen erinnern, die TVP in den 1970er und 80er Jahren
ausgestrahlt hat. Es ist auch sehr wichtig, dass es gelungen ist,
hervorragende Schauspieler aus beiden Ländern für dieses Projekt zu
gewinnen, was eine Garantie für ein hohes künstlerisches Niveau und
Interesse seitens der Zuschauer ist.“

Bei ihrem ersten gemeinsamen Fall müssen Lenski und Raczek den Tod
eines polnischen Studenten aufklären. Die Fernsehpremiere ist am 20.
Dezember 2015 im Ersten geplant.

rbb-„Polizeiruf 110: Bis aufs Blut“ Polizeiruf 110 – Logo (Bild:
rbb)

Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski (Maria Simon) ermittelt ab
sofort mit Kriminalhauptkommissar Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) in
einer deutsch-polnischen Ermittlergruppe im Grenzgebiet nahe
Frankfurt (Oder). Lenski und Polizeihauptmeister Neumann (Fritz Roth)
machen sich mit dem neuen Team und dem neuen Arbeitsort vertraut.

Bei einer Verkehrskontrolle in Polen flüchtet plötzlich ein Mann
aus einem Auto, in dem ein Schwerverletzter liegt. Lenski überlegt
nicht lange und bringt den Mann ins Krankenhaus. Doch jede Hilfe
kommt zu spät: Der Student Tomasz Nowak (Tim Haberland) erliegt noch
in der Nacht seinen Verletzungen. Raczek, vorzeitig aus seinem Urlaub
gerufen, unterstützt seine neue Kollegin, da Lenskis polnische
Sprachkenntnisse noch bescheiden sind.

Zunächst verdächtigen Lenski und Raczek den Fahrer des Wagens,
Ramsan Dimaev (Tamer Yigit). Über den Tathergang schweigt er jedoch
ebenso wie seine Frau Sazzit (Nilam Farooq). Was hatte das Opfer mit
dem tschetschenischen Asylbewerber Dimaev zu tun?

Weder Marta Nowak (Danuta Stenka), die Mutter des Toten, noch
seine Schwester Elzbieta Nowak (Barbara Wysocka) haben Veränderungen
an Tomasz bemerkt. Nur, dass er zuletzt vollauf mit seinem Studium
und seiner Bachelorarbeit beschäftigt war.

Ermittlungen in einem Boxclub

Weitere Ermittlungen führen Lenski und Raczek in den Boxclub von
Anwalt Tobias Vogel (Christoph Luser). Hier hat Tomasz Nowak seit
seiner Jugend trainiert. Trotzdem behauptet Vogel, Tomasz kaum
gekannt zu haben. Aber warum hat die Kanzlei Vogel dem Studenten dann
monatlich Geld überwiesen – und wofür?

Lenski und Raczek versuchen die Mosaiksteine mit der Unterstützung
ihrer polnischen Kollegen Wiktor Krol (Bartek Swiderski) und Edyta
Wisniewski (Katharina Bellena) nach und nach zusammenzusetzen. Der
polnische Dienststelleneiter Karol Pawlak (Robert Gonera) überwacht
die Arbeit des neuen Teams mit Argusaugen. Er ist sich der Bedeutung
dieser neuen, einzigartigen Zusammenarbeit beider Länder äußerst
bewusst. Das Projekt muss Erfolg haben, das ist sein Auftrag. Fiktion
und Wirklichkeit

Eine dauerhaft etablierte deutsch-polnische Mordkommission mit
eigener Dienststelle und erweiterten Kompetenzen, so wie sie der neue
„Polizeiruf 110“ mit Lenski und Raczek darstellt, ist bislang eine
Film-Erfindung. Aber die Fiktion hat ein reales Vorbild: Das
Gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und
Zollzusammenarbeit (GZ) in Swiecko bei Slubice. Seit 2007 tauschen
dort deutsche und polnische Polizisten schnell und effizient
Informationen aus, um grenzüberschreitende Kriminalität zu verhüten
und zu bekämpfen. Erweiterte Kompetenzen schafft das
deutsch-polnische Polizeiabkommen vom 15. Mai 2014, das am 9. Juli
2015 in Kraft getreten ist.

Erste honorarfreie Pressefotos stehen unter ard-foto.de zur
Verfügung.

Pressekontakt:
Claudia Korte
Tel 030 / 97 99 3 – 12 106
claudia.korte@rbb-online.de

veröffentlicht von am 15. Jul 2015. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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