Der 3sat-Dokumentarfilmpreis 2017 geht an „Tiere und andere Menschen“ von Flavio Marchetti (FOTO)





Der Film „Tiere und andere Menschen“ (Österreich 2017) von Flavio
Marchetti erhielt auf der 41. Duisburger Filmwoche (6. bis 12.
November 2017) den mit 6.000 Euro dotierten 3sat-Dokumentarfilmpreis
für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm.

Regisseur Flavio Marchetti zeigt in seinem Dokumentarfilm „Tiere
und andere Menschen“, wie im Wiener Tierschutzhaus verstoßene Tiere
versorgt und vermittelt werden. Das Wiener Tierschutzhaus beherbergt
1.000 tierische Schützlinge, von ausgesetzten Haustieren,
konfiszierten Exoten bis zu Wildtieren, die aus ihrem natürlichen
Lebensraum verdrängt wurden.

In der Begründung der Jury heißt es: „Der Film erkundet das Wiener
Tierschutzhaus auf eine elegante Art und Weise. Die Institution wird
beiläufig erzählt, nach und nach vermittelt sich ein Begriff davon,
was Arbeit hier bedeutet. Das Fragmentarische hinterlässt keine
offenen Fragen, sondern verdichtet sich aufgrund der klugen Montage
zu einem großen Bild: Letztlich geht es in –Tiere und andere
Menschen– um Kommunikation – um die zwischen den Menschen und den
Tieren, aber auch um die zwischen Menschen und Menschen über Tiere,
wenn selbst nur einseitige gefilmte Telefonate präzise Vorstellungen
über das Misslingen des Miteinanders eröffnen. Darin ist die
gesellschaftliche Idee des Films erkennbar: das Tierschutzhaus als
Transitzone, in der das Scheitern wohnt und Erfolg nur mit Empathie
und Hingabe produziert werden kann. Unbedingt hervorzuheben an dem
souveränen, umsichtigen Film ist die wache Kamera – schon weil sie
für einen Augenblick den Ausflug aus dem Dokumentarischen ermöglicht,
wenn der unleidliche, gepeinigte Affe Rosi die Zähne fletscht wie in
in –Planet of the Apes–.“

Der 3sat-Dokumentarfilmpreis wird von den vier 3sat-Partnern ZDF,
ORF, SRG und ARD gestiftet und seit 1996 auf der Duisburger Filmwoche
für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm aus dem
Festivalprogramm vergeben. Der unabhängigen Jury gehören in diesem
Jahr der Autor und Filmredakteur Matthias Dell aus Berlin sowie die
Medienberaterin, Dozentin und Publizistin Marcy Goldberg aus Zürich
an. Goldberg war von 2000 bis 2007 Mitglied der Programmkommission
des Dokumentarfilmfestivals „Visions du Réel“ in Nyon. Drittes
Jurymitglied ist Lena Stölzl aus Österreich, zurzeit Assistentin für
Theorie des Films am Institut für Theater-, Film- und
Medienwissenschaft in Wien.

3sat begleitet die Duisburger Filmwoche auch in seinem Programm:
Am Montag, 13., und Dienstag, 14. November 2017, zeigt 3sat vier
Dokumentarfilme aus den vergangenen Wettbewerben – darunter
Erstausstrahlungen und Preisträgerfilme. Auftakt ist am Montag, 13.
November, 22.25 Uhr, der Schweizer Dokumentarfilm „Mirr“, Gewinner
des Förderpreises der Stadt Duisburg im vergangenen Jahr. Außerdem
berichtet das 3sat-Magazin „Kulturzeit“ am Montag, 13. November,
19.20 Uhr, über die 41. Duisburger Filmwoche und die aktuellen
Preisträgerfilme. „Kulturzeit“ wird moderiert von Vivian Perkovic.

Das 3sat-Programm zur Duisburger Filmwoche (mit Video-Streams)
http://ly.zdf.de/bPz/

Ansprechpartnerin: Claudia Hustedt, Telefon: 06131 – 70-15952;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos zu den Filmen sind erhältlich über ZDF Presse und
Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über
https://presseportal.zdf.de/presse/duisburger_filmwoche

3sat ist ein Gemeinschaftsprogramm von ZDF, ORF, SRG und ARD.

Pressekontakt:
Zweites Deutsches Fernsehen
HA Kommunikation / 3sat Pressestelle
Telefon: +49 – (0)6131 – 70-12121

Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 11. Nov 2017. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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