Dem Bild gegenüber, 22.10.17-28.01.18, Draiflessen Collection





Eine Geschichte der Leidenschaften
Die Beurteilung von Kunst ist zum einen von ihrer wissenschaftlichen Erforschung, zum anderen von der Anerkennung durch öffentliche und private Museen sowie Sammlungen abhängig. Klassischerweise wird ein Werk mit Blick auf Intention der Künstlerin oder des Künstlers untersucht und durch stilistische Vergleiche und rezeptionsgeschichtliche Fragen in einen klaren Kontext gestellt. Bei der Betrachtung von Kunst geht es jedoch nicht nur um Stilkritik, Form- und Gattungsanalyse, um Geschmacksurteile und Ermittlung von Bedeutungen, sondern vor allem auch um das individuelle Erleben. Darstellungen des Schönen, aber auch des Leids, des Verwerflichen oder des Grauens rühren allesamt an Erfahrungen. Dabei spielt die Zeit, in der die Kunst entstanden ist, wie auch die, in der der jeweilige Betrachter verortet ist, eine wichtige Rolle. Ausgehend davon, dass Kunst nicht aus sich selbst heraus entsteht, folgt die Ausstellung dem Gedanken, dass das, was zwischen Betrachter und Werk passiert, auch Teil einer Geschichte der Leidenschaften ist.

Zur Ausstellung
Die Ausstellung widmet sich einem Themenspektrum, das mit Begriffen wie „Abwesenheiten“, „immaterielle Zonen“, „Körperlichkeiten“ und „Innen/Außen“ umschrieben werden kann und versammelt hierzu Kunstwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit den Verfahren des Zitats und der Montage, mit historischen Figuren, mit fiktionalen, zum Teil autobiografisch motivierten Erzählungen, mit analogen und digitalen Verfahren und mit Installation. Die Präsentation thematisiert keine medien- oder gattungsspezifischen Aspekte, sondern fragt vielmehr, welche formalen und materiellen Beziehungen in welchen Verbindungen welche Wirkungen entfalten und welche Inhalte sie mitbringen.
Es sind Kunstwerke von Francis Bacon, Georg Baselitz, Rudolf Belling, Laurenz Berges, Giovanni del Biondo, Christian Borchert, Janet Cardiff, Nardo di Cione, Björn Dahlem, Marlene Dumas, Werner Fechner, Lucio Fontana, Vilhelm Hammershøi, Hannah Höch, Leonhard Kern, Yves Klein, Hans Leinberger, Herbert List, João Louro, Lorenzo Monaco, des Meisters von Osnabrück, Isaak van Nickelen, Sigmar Polke, Angelo Puccinelli de Lucca, Neo Rauch, Yael Reuveny, Gerhard Richter, Pietro Antonio Rotari, Thomas Ruff, Salomon van Ruysdael, Thomas Struth, Franz von Stuck, Wilhelm Trübner, James Turrell und Clemens Walter zu sehen.

Publikation
Ein reich bebilderter Katalog, der in deutscher, englischer und niederländischer Ausgabe erscheint, ergänzt und erweitert die einzelnen Themenbereiche.

Begleitprogramm
Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm aus Themenführungen, Vorträgen, Lesungen sowie museumspädagogischen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen erweitert.

veröffentlicht von am 13. Okt 2017. gespeichert unter Museen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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