Das Erste / Abschluss der Dreharbeiten zu „Vergesst mich nicht“ (AT), dem zweiten Teil der ARD-Spielfilmtrilogie zur NSU-Mordserie (FOTO)





Vor wenigen Tagen fiel in der Türkei die letzte Klappe von
„Vergesst mich nicht“ (AT), dem zweiten Teil der aufwendigen
Spielfilmtrilogie über die Mordserie des Nationalsozialistischen
Untergrunds (NSU), der sich der Geschichte aus der Sicht der Opfer
widmet.

Die Hauptrollen spielen Almila Bagriacik, Uygar Tamer, Orhan
Kilic, Tom Schilling, André M. Hennicke und Sascha A. Gersak. Regie
führte Züli Aladag nach einem Buch von Laila Stieler, basierend auf
dem Roman „Schmerzliche Heimat“ von Semiya Şimşek. Die
Kamera führte Yoshi Heimrath. Redaktion: Barbara Buhl, Götz Bolten
und Corinna Liedtke (WDR/Federführung), Christine Strobl (ARD Degeto)
sowie Jana Brandt und Johanna Kraus (MDR). Drehorte waren Deutschland
und die Türkei.

Zum Inhalt:

Am 9. September 2000 ändert sich das Leben der Familie Simsek
schlagartig: Vater Enver wird mit acht Schüssen schwer verletzt und
stirbt an den Folgen. Die Polizei vermutete als Tathintergrund
organisierte Kriminalität und behauptete, dass Enver im
Drogengeschäft war. In eine andere Richtung wird gar nicht erst
ermittelt. Innerhalb der folgenden sechs Jahre werden sieben weitere
türkischstämmige Männer und ein Grieche getötet. Morde, die in der
Boulevardpresse als „Döner-Morde“ Schlagzeilen machten. Während sich
die Polizei trotz fehlender Beweise absolut sicher ist, dass die
Morde einen mafiösen Hintergrund haben, wird die Situation für die
Simseks immer unerträglicher. Immer noch als Verdächtige behandelt,
werden ihre Telefone angezapft, die Wohnung mehrfach durchsucht und
sie selbst endlosen Verhören unterzogen. Eines Tages dann steht
Hauptkommissar Bronner vor der Tür der Familie Simsek. Er glaubt
nicht an die bisherigen Annahmen der Polizei. Für ihn deuten alle
Anzeichen darauf, dass die Täter aus dem rechtsradikalen Milieu
kommen und aus Fremdenhass gehandelt haben. Bronners Bitte um
Akteneinsicht beim Verfassungsschutz wird jedoch abgelehnt und sogar
seine Arbeitsgruppe am 1. Februar 2008 aufgelöst. Jahrelang versucht
Familie Simsek sich damit abzufinden, dass der Mord an Enver nicht
aufgeklärt wird. Doch im 11. November 2011 erfährt sie endlich, dass
eine im Untergrund agierende rechtsextreme Terrorgruppe, genannt NSU,
die Morde verübt haben soll. Die beiden mutmaßlichen Täter Uwe
Mundlos und Uwe Böhnhardt sind tot, Beate Zschäpe hat sich gestellt.

Der erste Teil der Spielfilmtrilogie „Heute ist nicht alle Tage“
(AT) wurde bereits im April und Mai dieses Jahres in Berlin und Jena
gedreht. Die Hauptrollen darin spielen Albert Schuch als Uwe Mundlos,
Sebastian Urzendowsky als Uwe Böhnhardt und Anna Maria Mühe als Beate
Zschäpe. Regie führte Christian Schwochow („Der Turm“) nach einem
Drehbuch von Thomas Wendrich. Für die Kamera zeichnete Frank Lamm
verantwortlich. Redaktion: Martina Zöllner und Uli
Herrmann(SWR/Federführung), Christine Strobl (ARD Degeto) sowie Jana
Brandt und Johanna Kraus (MDR). Der erste Teil beleuchtet die
Geschichte und die Hintergründe des entstehenden NSU. Im Mittelpunkt
stehen Aufbau und Radikalisierung der rechten Szene seit Anfang der
90er Jahre, die zunehmende Gewaltbereitschaft im rechten Milieu sowie
die Entstehung der Terrorzelle. Wie konnten sich drei junge Menschen
mit bürgerlicher Herkunft, die 1989 in einer Welt lebten, in der für
ihre Generation gleichzeitig alles und nichts möglich schien, für den
rechtsterroristischen Untergrund entscheiden?

Im Herbst wird der dritte Teil gedreht, der die Geschichte der
Ermittler erzählt: Polizisten zwischen Verfassungsschutz, V-Männern
und Staatsinteresse. Regie wird Florian Cossen nach einem Buch von
Jan Braren, Rolf Basedow und Christoph Busche führen. Redaktion:
Claudia Simionescu und Harald Steinwender (BR/Federführung),
Christine Strobl (ARD Degeto) sowie Jana Brandt und Johanna Kraus
(MDR).

Produzentin der Trilogie für den BR, MDR, SWR, WDR und die ARD
Degeto ist Gabriela Sperl („Tannbach“, „Operation Zucker“) gemeinsam
mit Quirin Berg und Max Wiedemann (Wiedemann & Berg Television),
ausführende Produzentin ist Sophie von Uslar. Die Weltrechte
übernimmt Beta Film, für den Videovertrieb wird die TELEPOOL
verantwortlich sein.

Der Ausstrahlungstermin im Ersten steht noch nicht fest.

Pressekontakt:
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veröffentlicht von am 22. Jul 2015. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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