„Broken German“ gewinnt Deutschen Hörspielpreis der ARD / SWR-Produktion von Noam Brusilovsky nach dem Roman von Tomer Gardi / Preis für die beste schauspielerische Leistung an Lars Rudolph (FOTO)





Karlsruhe. Das Hörspiel „Broken German“ des jungen israelischen
Theater- und Hörspiel-Regisseurs Noam Brusilovsky (Produktion:
Südwestrundfunk) ist heute Abend (Samstag) in Karlsruhe mit dem
Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet worden. „Broken German“
basiert auf dem gleichnamigen Roman von Tomer Gardi, in dem ein
israelischer Mann in gebrochenem Deutsch berichtet: von einer Reise
nach Berlin mit fremden Koffern, von Erinnerungen an das von Nazis
besetzte Rumänien, vom Kauf eines Messers, von pöbelnden Skins und
von einer Leiche in der Besenkammer des Jüdischen Museums. Der
Hauptpreis der ARD Hörspieltage ist mit 5.000 Euro dotiert und mit
der Ausstrahlung in den Kulturradios der beteiligten Sender
verbunden. Für den Deutschen Hörspielpreis der ARD konnten die
Landesrundfunkanstalten der ARD, das Deutschlandradio sowie ORF und
SRF jeweils ein Hörspiel einreichen.

Der mit 3.000 Euro dotierte „Deutsche Hörspielpreis für die beste
schauspielerische Leistung“ geht an Schauspieler Lars Rudolph. Er
wird für seine darstellerische Leistung in dem Hörspiel „Der goldene
Handschuh“ nach dem gleichnamigen Roman von Heinz Strunk (Produktion:
NDR) gewürdigt. Alleinige Jurorin war Schauspielerin Tina Engel.

Der mit 5.000 Euro dotierte Deutsche Kinderhörspielpreis ging an
die Autorin Angela Gerrits für ihr Hörspiel „Die Nanny-App“
(Produktion: HR/BR). Die Besucher des Festivals und die Nutzer der
Internetseite www.hoerspieltage.ARD.de bestimmten das Hörspiel
„Verfluchtes Licht“ von Lukas Holliger (Produktion: SRF) zum Gewinner
des Publikumspreises „ARD Online Award“ (2.500 Euro). Eine Kinderjury
zeichnete das Hörspiel „Käferkumpel“ von Heidi Knetsch und Stefan
Richwien (Produktion: NDR/HR) mit dem Kinderhörspielpreis der Stadt
Karlsruhe aus (2.000 Euro). Der mit 1.000 Euro dotierte Preis „ARD
PiNball“ für freie Produzenten ging an Leo Hofmann für sein
Kurzhörspiel „Mobile Karma“.

Die Jury schreibt in ihrer Begründung für den Deutschen
Hörspielpreis der ARD u. a.: „–Broken German– macht ununterbrochen
neue Verständigungsangebote: Bildungsroman, Künstlerparabel,
Kunstsatire, Krimi, Verwechslungskomödie, Genderfantasie,
Familiengeschichte – und entzieht sich zugleich der festschreibenden
Identifizierung. –Broken German– lässt sich nicht von zeitgeistigen
Diskursen vereinnahmen, sondern vertraut dem Eigenwert des
Literarischen; auf die durch die vermeintlichen Fehler geworfenen
–babylonischen Schatten– und auf das –babylonische Licht– der
–Radiliverständigung–. Noam Brusilovskys Bearbeitung verstärkt die
Romanvorlage Tomer Gardis nicht nur, sondern macht aus ihr ein
eigenständiges, so nur im Akustischen mögliches Kunstwerk. Mit einem
hohen Tempo, virtuoser Sprecherführung und einer leichthändigen
Erzählweise antwortet der Autor und Regisseur Noam Brusilovsky auf
das Verlangen des Textes nach Mündlichkeit. Jener Mündlichkeit, die
uns tagtäglich umgibt und die als Reichtum zu begreifen und nicht als
Mangel zu beurteilen ist. Gardi und Brusilovsky formulieren eine
Sprache, die eine zwingende Herausforderung für die Gesellschaft wie
für das Radiopublikum ist. Mit anderen Worten: –Broken German– muss
man hören.“

Die ARD Hörspieltage finden zum 14. Mal statt und sind das größte
Festival für das Hörspiel im deutschsprachigen Raum.

Video der Preisverleihung ab 11.11.2017 auf
www.hoerspieltage.ARD.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 12. Nov 2017. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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