Bosbach: Eigene Währung könnte für Griechenland Chance sein





CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach rät
Griechenland indirekt zum Grexit. „Man muss einmal in aller Ruhe,
ohne sofort anti-griechischer Ressentiments verdächtigt zu werden,
die Frage stellen: Ist der Euro für Griechenland die Lösung oder ist
der Euro das Problem?“, sagte er im Interview mit dem Fernsehsender
phoenix. Die Volkswirtschaft des Landes sei, plakativ gesagt, nicht
hinreichend leistungsfähig, wettbewerbsfähig und exportstark. „Die
Abwertung einer eigenen Währung könnte der griechischen Wirtschaft
helfen, den Export anzukurbeln“, betonte er. Dies könne „auch eine
Chance sein“.

Die Verhandlungen mit dem Euro-Krisenland empfindet der
Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestages als
Déjà-vu. Es sei im Grunde so, wie es in den letzten fünf Jahren immer
war und vermutlich auch in Zukunft sein werde. Es werde bis zur
allerletzten Sekunde verhandelt, bis es wirklich nicht mehr gehe und
eine Einigung her müsse. „Dann wird Griechenland das unterschreiben,
was das Land unterschreiben muss, um an neue Hilfen in Milliardenhöhe
zu kommen.“ Kurze Zeit später werde man feststellen, dass das leider
nicht gereicht habe. Dann werde man über weitere Hilfen für
Griechenland sprechen müssen. „Dass dieser Kreislauf einmal
durchbrochen wird, sehe ich nicht“, sagte Bosbach.

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veröffentlicht von am 23. Jun 2015. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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