Aufgepasst, Jogi: Das sind eure Gegner außerhalb des Platzes! (AUDIO)





Anmoderationsvorschlag:

Brasilien – das ist Fußball, Samba und Karneval. Doch unsere
Fußballnationalelf hat im Augenblick kein Auge für die Schönheit und
Artenvielfalt des Landes und stattdessen ihre stärksten Konkurrenten
Argentinien, Spanien und Brasilien im Visier. Noch bedrohlicher als
Messi, Xavi und Jungstar Neymar sind allerdings die Gegner außerhalb
des Stadions, denn der Zweikampf mit ihnen endet meist tödlich. Um
welche tierischen Angreifer es sich dabei handelt, weiß der
Diplom-Biologe Dr. Manfred Verhaagh. Er hat sie im Auftrag des
Tiersenders „NAT GEO WILD“ unter die Lupe genommen, hallo.

Begrüßung: „Ja, hallo, grüß´ Sie!“

1. Herr Dr. Verhaagh, vor welchem Gegner außerhalb des Stadions
sollte sich unsere Nationalmannschaft am ehesten in Acht nehmen?

O-Ton 1 (Dr. Manfred Verhaagh, 0:41 Min.): „Nun, da ist natürlich
erst mal der Jaguar, das größte Landraubtier Süd- und Mittel-Amerikas
zu nennen. Das ist immerhin die drittgrößte Raubkatze der Welt.
Ausgewachsene Kater wiegen so 80 bis 100 Kilogramm, können aber auch
schon mal 150 erreichen. Und das sind dann äußerst robuste, muskulöse
Tiere, exzellente Schwimmer und auch noch gute Kletterer. Man kann
ihnen also überall begegnen. Also, sollte einer von denen auf der
Suche nach Frischfleisch einem von Jogis Jungs bei Sonnenuntergang
auflauern, dann ist eine Flucht fast unmöglich, denn im kurzen Sprint
sind die Jaguare selbst den schnellsten Stürmern, wie unserem Miro
Klose oder Marco Reus, total überlegen. Da kann ich nur den Tipp
geben: Lasst dem Jaguar sein Revier, geht ihm lieber aus dem Weg, Ihr
habt keine Chance!“

2. Ist der Jaguar denn das größte Raubtier des Kontinents?

O-Ton 2 (Dr. Manfred Verhaagh, 0:45 Min.): „An Land schon, aber im
Wasser gibt–s noch größere. Und das größte oder vielleicht besser
gesagt das schwerste Raubtier ist der Mohrenkaiman. Das ist ein
Krokodil aus der Familie der Alligatoren – und der kann immerhin fünf
bis sechs Meter lang werden und rund 300 Kilogramm auf die Waage
bringen. Und diese Tiere haben also eine recht große Klappe. Im
Gegensatz zu Thomas Müller haben sie nicht so viel zu sagen, aber
dafür `ne Menge Zähne. Diese Mohrenkaimane leben meist gut getarnt in
Flüssen, und des Nachts kommen sie aber dann auch an Land und sind
dann auf der Suche nach allerlei Getier, was sie fressen könnten.
Dabei kann es natürlich schon mal im Dämmerlicht passieren, dass sie
statt eines Wasserschweins einen unserer Kicker erwischen. Deswegen
bei nächtlichen Spaziergängen in der Nähe von Flüssen: Vorsicht, habt
Acht, sonst muss Jogi nachher noch einen Ersatzspieler aus
Deutschland anreisen lassen.“

3. Wo wir gerade schon bei Flüssen sind: Was ist, wenn einer mal
bei großer Hitze auf die Idee kommt, zur Abkühlung die Füße ins
Wasser zu halten?

O-Ton 3 (Dr. Manfred Verhaagh, 0:50 Min.): „Das ist möglicherweise
keine gute Idee. Schon gar nicht, wenn man vorher Opfer einer
Blutgrätsche wurde, wie sie ja auch unser lieber Jérôme Boateng ganz
gut ausführen kann. Wenn die Wunden nämlich noch frisch sind, dann
lockt das unter Umständen ein paar hungrige rote Piranhas an. Und
dann gibt´s, wie auch auf dem Fußballplatz, eine gefürchtete
Rudelbildung. Eine größere Gruppe von diesen rotbäuchigen Fischen
kommt dann also schnell und überwältigt in gemeinsamer Taktik den
Gegner beziehungsweise in diesem Fall das Opfer. Denn bei denen geht
es nicht so sehr um die Platzhoheit wie bei unseren Fußballern,
sondern um das tägliche Abendessen. Und wer da nicht rechtzeitig
fliehen kann, endet als abgenagtes Skelett. Und dabei machen die
Piranhas auch keine großen Unterschiede zwischen einem Top- oder
einem Ersatz-Spieler-Bein.“

4. Lauern im Wasser noch andere Tiere, die unseren Kickerfüßen
gefährlich werden können?

O-Ton 4 (Dr. Manfred Verhaagh, 0:52 Min.): „Ja, bei den Fischen
haben wir so einiges in Brasilien, vor allem im Amazonasgebiet,
aufzuweisen. Da sind zum Beispiel die Süßwasserstechrochen. Die
können auch recht groß werden, können also im ausgewachsenen Zustand
so große Teller von 80 Zentimeter bis einem Meter Durchmesser werden.
Und die liegen ganz gern im trüben Wasser, am Boden, sind da gut
getarnt, praktisch nicht zu sehen. Und wenn man denen dann zu nahe
kommt oder gar auf sie drauftritt, das ist ganz schlecht, dann können
die einem im Bruchteil einer Sekunde mit ihrem peitschenförmigen
Schwanz, der einen großen Giftstachel trägt, unangenehm zu Leibe
rücken. Das ist dann fast so unvermittelt, wie so ein entscheidendes
Tor von Toni Kroos, wenn der in der 89. Minute auf einmal zuschlägt.
Da ist natürlich der Schock beim Gegner groß – und genauso geht es
einem, wenn man vom Stechrochen gestochen wurde. Der Stich ist
äußerst schmerzhaft – und da hat man dann doch lieber eine
schmerzstillende Spritze vom Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt oder
eine schöne Fußmassage.“

5. Und womit müssen Jogis Jungs rechnen, wenn sie beispielsweise
mal das Trainingsgelände zum Joggen verlassen?

O-Ton 5 (Dr. Manfred Verhaagh, 0:54 Min.): „Da kann es dann auf
einmal zu einer Begegnung der dritten Art kommen und zu einem
unverhofften Ringkampf, wenn da eine Anakonda liegt, die mit bis zu
neun Meter Länge zu den größten Riesenschlangen der Welt gehört. Die
liegt meist auch wiederum gut getarnt im Waser- oder Uferbereich und
wartet da auf Beute. Und die merkt dann sehr schnell durch Vibration
des Bodens, aha, da kommt was, ein mögliches Opfer. Mit dem Maul
beißt sie zu, hält das Opfer fest und umschlingt es dann. Und mit 200
Kilogramm Kampfgewicht, die so ein Tier aufbringt, erdrosselt es also
sehr schnell seine Beute, drückt ihm die Luft ab – und da kommt
selbst ein gut trainierter Fußballer dann schnell aus der Puste.
Selbst so kleine, wendige wie Mario Götze, die sich normalerweise auf
dem Platz immer irgendwo durchschlängeln, haben dann große Probleme,
sich aus der Umarmung zu befreien. Hier meine Empfehlung: Lieber auf
das Reptilien-Ringen verzichten und stattdessen für die Fitness noch
ein paar Runden extra auf dem Trainingsplatz laufen.“

Das war der Diplom-Biologe Dr. Manfred Verhaagh. Er hat uns im
Auftrag des Tier-Senders „NAT GEO WILD“ die gefährlichsten Gegner der
deutschen Nationalmannschaft außerhalb des Platzes vorgestellt.
Besten Dank dafür!

Verabschiedung: „Ja. Ich danke auch!“

Abmoderationsvorschlag:

Diese und andere wilde Tiere zeigt der Wild-Life-Sender „NAT GEO
WILD“ während der WM in der mehrteiligen Doku-Serie „Wildes
Brasilien“.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt:
Fox International Channels
Tobias Tringali
Pressesprecher/Spokesperson
Tel: +49 89 2555 15 335
tobias.tringali@fox.com

veröffentlicht von am 4. Jun 2014. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

Rückmeldung hinterlassen

Archiv

Bilder Galerie

Anmelden | Copyright by LayerMedia

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis blogoscoop