„Abzocke in Deutschland“: „WISO“-Dokumentationüber „Kartelle auf Kosten der Kunden“ am Montag im ZDF (FOTO)





Am Flughafen Zürich treffen sich regelmäßig die Bosse der
führenden Feuerwehrfahrzeug-Hersteller – auf „neutralem“ Schweizer
Boden. Dort fühlen sie sich unbeobachtet – denn was da passiert, ist
illegal: Es geht um verbotene Preisabsprachen und um Preiserhöhungen.
Besonders wichtig für das Kartell: die Abstimmung von
Auftrags-Quoten, mit denen der deutsche Markt für Feuerwehrfahrzeuge
„gerecht“ untereinander aufgeteilt wird. Nur eine Geschichte aus der
„WISO“-Dokumentation über aufgeflogene Kartelle in Deutschland, die
am Montag, 17. August 2015, 19.25 Uhr, im ZDF zu sehen ist.

Die „WISO“-Dokumentation „Abzocke in Deutschland – Kartelle auf
Kosten der Kunden“ veranschaulicht das Phänomen anhand exemplarischer
Fälle, in denen Firmenmanager die Preise ihrer Produkte absprechen.
Stichproben mit versteckten Kameras bringen weitere Erkenntnisse über
kartellrechtswidrige Absprachen. In der Dokumentation von Andreas
Baum kommen Ermittler, Insider, Informanten und Betroffene ebenso zu
Wort wie Juristen und Verbraucherschützer.

Schokoriegel, Matratzen oder Bier – Verbraucher müssen für viele
Produkte mehr zahlen, als eigentlich nötig. Die investigative
„WISO“-Doku zeigt auf, wie zahlreiche große und mittelständische
Unternehmen in vielen Bereichen des täglichen Lebens unzulässige
Kartelle bilden und so ihre Kunden massiv abzocken, meist durch
illegale Preisabsprachen untereinander und verbotenen Druck auf die
Verkäufer. Die Hersteller und Großhändler diktieren an der Stelle die
Preise, nicht der Wettbewerb.

Beispiel Matratzenbranche: Adam Szpyt hat sich schon vor Jahren
mit Internetläden selbständig gemacht. Der „Preis-Rebell“ hat dort
Matratzen von bekannten Herstellern günstig angeboten – zu günstig,
aus deren Sicht. Denn Szpyt habe sich nicht an detaillierten, hohen
Preisvorgaben dieser Hersteller gehalten und so deren Zorn auf sich
gezogen. Er wurde deshalb von Verkaufsleitern bedroht, in
öffentlichen Hetzkampagnen diffamiert und mit Lieferblockaden und
Prozessen überzogen, wie er sagt. „Wir werden Sie geschäftlich
vernichten“, sei ihm ganz unverhohlen angekündigt worden. Szpyt hat
deshalb zur Selbsthilfe gegriffen und versucht, die großen Hersteller
auszutricksen. Jetzt hat er selbst eine kostengünstige
„Anti-Kartell-Matratze“ auf den Markt gebracht, wie er sie provokant
nennt. Erneut ein rotes Tuch für die Matratzenhersteller, die ihm die
Werbung für seine „Anti-Kartell-Matratze“ gerichtlich verbieten
lassen wollen.

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Ansprechpartner: Thomas Hagedorn, Telefon: 06131 – 70-13802;
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veröffentlicht von am 13. Aug 2015. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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