45 lebendige Traditionen für Immaterielles Kulturerbe nominiert





Chinesischer Abakus und nordafrikanische Tuareg-Musik aussichtsreiche Kandidaten

Die UNESCO entscheidet vom 2. bis 8. Dezember 2013 in Aserbaidschans Hauptstadt Baku über Neuaufnahmen in die drei Listen des immateriellen Kulturerbes. Dem zuständigen Zwischenstaatlichen Ausschuss liegen 45 Anträge zu Bräuchen und Traditionen aus aller Welt vor. Nominiert sind für die „Repräsentative Liste“ unter anderem das Rechnen mit der ältesten bekannten Apparatur Abakus aus China, die traditionsreiche Kaffeekultur in der Türkei und die Musiktradition der Tuareg-Nomaden aus Nordafrika.

Für die „Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes“ sind die Polospiel-Tradition „Chovqan“ aus Aserbaidschan, Guatemalas Paach-Zeremonie zum Maisanbau und die Mongolische Kalligraphie nominiert. Für das „Register guter Praxisbeispiele“ hat Spanien ein Programm zur Erfassung von immateriellem Kulturerbe im UNESCO-Biosphärenreservat Montseny vorgeschlagen.

Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt von immateriellen Kulturformen. Mehr als 250 Bräuche, Darstellungskünste, Handwerkstechniken und Naturwissen aus aller Welt stehen derzeit auf den drei Listen, darunter der Tango aus Argentinien und Uruguay, die französische Reittradition und die italienische Geigenbaukunst. Bis heute sind 155 Staaten der UNESCO-Konvention zum immateriellen Kulturerbe beigetreten.

Deutschland ist seit dem 10. Juli 2013 Vertragsstaat. Erste Nominierungen für die UNESCO-Listen sind voraussichtlich im Frühjahr 2015 möglich. Bis Ende November läuft das Bewerbungsverfahren für ein bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Mitte Dezember sollen Bewerberzahlen und Vorschläge bekannt gegeben werden. Die Einträge in das bundesweite Verzeichnis werden die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bundesländer im Herbst 2014 präsentieren.

Zeitplan der Entscheidungen 2013 in Baku:

Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes: 3.12.2013
Gute Praxisbeispiele zur Aufnahme in das entsprechende Register: 4.12.2013
Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit: 4. bis 5.12.2013

Deutsche UNESCO-Kommission e.V.
Colmantstraße 15
53115 Bonn

Telefon: +49 (0)228-60497-0
Telefax: +49 (0)228-60497-30

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veröffentlicht von am 29. Nov 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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